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Verbale Entwicklungsdyspraxien

Überblick

Mit einer verbalen Entwicklungsdyspraxie wird eine Störung in der Sprachentwicklung beschrieben, bei der in jedem Falle die expressiven, willkürlichen motorischen Leistungen (Artikulation) signifikant schlechter sind als die rezeptiven Leistungen (Verstehen). 

Es muss ein normales Hörvermögen und eine normale nonverbale Intelligenzentwicklung vorliegen und es dürfen keine Paresen (Dysarthrie) oder Schwächen der orofazialen Muskulatur (Myofunktionelle Störung) vorliegen.

Kurz gesagt…

  • bei der verbalen Entwicklungsdyspraxie handelt es sich um eine Störung der Sprachentwicklung.
  • Hörvermögen und nonverbale Intelligenz sind normal.
  • es bestehen keine Lähmungen (Dysarthrie) oder Schwächen der Mund- und Gesichtsmuskulatur (myofunktionelle Störung).
  • die Störung zeigt sich bereits während des kindlichen Spracherwerbs.
  • Betroffen ist vor allem die gezielte Lautbildung, während Verstehen und kognitive Fähigkeiten weitgehend ungestört bleiben.

Symptome

    • Eingeschränkte oder stark veränderte Artikulation (z.B. Vokalveränderungen, Inkonstanz der Fehlbildungen, Probleme bei der Aneinanderreihung von Sprechbewegungen, Fehlerzunahme beim Anstieg der Wortlänge / Silbenkomplexität / Satzlänge, Veränderungen der Prosodie)
    • Probleme im auditiven Bereich (z.B. Probleme in der auditiven Wahrnehmung/Diskrimination)
    • Einhergehen können schon in der frühen Entwicklung Probleme mit der Nahrungsaufnahme (Saugen/Kauen) oder sensomotorische Probleme (z.B. Körperkoordination, Feinmotorik)

     

    • Begleitend können Probleme z.B. im Lese-Rechtschreiberwerb, in der Aufmerksamkeitsleistung oder im nonverbalen Bereich auftreten
    • Geschlechtscharakteristika: 3:1 Jungen zu Mädchen

    Die genauen Ursachen für eine verbale Entwicklungsdyspraxie sind bislang noch unbekannt. 

Therapieverfahren